Gemeinsam stärker: EX-IN im Gemeindepsychiatrischen Verbund Frankfurt

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Psychische Krisen gehören für viele Menschen zur Lebensrealität. Und doch erleben wir immer wieder: Der Weg zu passender Unterstützung ist oft kompliziert, brüchig oder mit Hürden verbunden. Genau hier setzt die Weiterentwicklung des Gemeindepsychiatrischen Verbunds Frankfurt am Main an! Ein wichtiger Schritt hin zu einer verlässlichen, vernetzten und menschenzentrierten Versorgung.

Als EX-IN Rhein Main e.V. und EX-IN Akademie Frankfurt sind wir Teil dieses Verbunds. Und wir bringen eine Perspektive ein, die im Hilfesystem lange gefehlt hat – die Perspektive von Menschen mit eigener Krisen- und Genesungserfahrung.

Erfahrungswissen ist kein Zusatz – es ist zentral

EX-IN steht für „Experienced Involvement“ – für die aktive Einbindung von Erfahrungswissen in die psychosoziale Versorgung. Für uns ist klar: Menschen, die selbst Krisen erlebt und Wege der Genesung gefunden haben, bringen eine Expertise mit, die nicht erlernbar ist. Sie wissen, wie es sich anfühlt, wenn Hilfe nicht erreicht. Und sie wissen, was wirklich trägt.

Diese Perspektive ist kein „Nice-to-have“. Sie ist entscheidend, wenn wir Versorgung wirklich bedarfsgerecht, niedrigschwellig und wirksam gestalten wollen.

Unsere Haltung: Begegnung auf Augenhöhe

Im Zentrum unserer Arbeit steht eine klare Haltung:
Wir begegnen Menschen nicht als „Fälle“, sondern als Expert*innen ihres eigenen Lebens.

Das bedeutet:

Wir glauben an Recovery – daran, dass Menschen auch nach schweren Krisen ihren eigenen Weg finden können. Nicht linear, nicht perfekt, aber selbstbestimmt.

Unser Beitrag im GPV

Mit der Neuaufstellung des Verbunds sehen wir eine große Chance: Zusammenarbeit neu zu denken – verbindlicher, offener und vielfältiger.

Als EX-IN möchten wir uns aktiv einbringen, indem wir:

• Erfahrungswissen sichtbar machen
Wir bringen die Stimmen von Betroffenen und Angehörigen in Gremien, Prozesse und Entscheidungen ein.

• Brücken bauen
Zwischen Nutzer*innen und Fachsystem, zwischen individuellen Lebensrealitäten und strukturellen Angeboten.

• Peer-Arbeit stärken
Wir setzen uns dafür ein, dass Genesungsbegleiter*innen selbstverständlich Teil multiprofessioneller Teams werden.

• Bildung und Haltung vermitteln
Über die EX-IN Akademie qualifizieren wir Menschen mit Krisenerfahrung und tragen die EX-IN Haltung in Einrichtungen und Organisationen.

Warum das jetzt wichtig ist

Die Herausforderungen wachsen: steigende Bedarfe, komplexere Lebenslagen, begrenzte Ressourcen. Gleichzeitig fordern gesetzliche Entwicklungen mehr Beteiligung, mehr Personenzentrierung und mehr Vernetzung.

Die Antwort darauf kann nur gemeinsam gelingen.

Ein Hilfesystem, das wirklich trägt, entsteht nicht allein durch Strukturen – sondern durch Haltung, Beziehung und die Bereitschaft, Perspektiven zu teilen.

Unser Blick nach vorn

Wir freuen uns, Teil dieses Prozesses zu sein. Und wir sind überzeugt:
Wenn Erfahrungswissen gleichberechtigt eingebunden wird, entsteht ein Hilfesystem, das Menschen nicht nur versorgt, sondern wirklich erreicht.

Daran wollen wir mitwirken. Klar, engagiert und auf Augenhöhe.